Weihnachten unter Palmen?!

Ja, es wird Zeit! Und zwar für einen Beitrag auf diesem Blog. Mehr als drei Monate (!) ist es jetzt her, dass ich mich aus Nicaragua gemeldet habe. Das hat seine guten Gründe. Aber bevor ich mit dem anfange, was gerade geschieht, fange ich lieber von vorne an.

schwache Aussicht
Eine fabelhafte Aussicht 🙁

Vielleicht ist der Titel gelogen. Tatsächlich habe ich nicht Weihnachten, sondern mehr Silvester an der Karibikküste verbracht. Aber auch hier sollten wir besser von vorne beginnen. Denn, wie in Deutschland auch, fangen die Weihnachtsferien mit Weihnachten selbst an. Ich wollte Weihnachten zusammen mit einer Freundin von Laia (eine andere Freiwillige, die schon wieder zuhause ist) verbringen. Davon, wie die Nicaraguaner Weihnachten feiern bin ich leider enttäuscht, es sei denn, wir ändern den Begriff von Weihnachtsfest auf Weihnachtstreffen. Wir haben unglaubliche zwei Stunden zusammen mit Frau Jarquin verbracht, damit wir pünktlich um 23:30 wieder zuhause waren, um von einer Wiese in der Nähe unseres Hauses das groß angekündigte Feuerwerk zu betrachten. Ja, die Nicas machen an Weihnachten ein Feuerwerk! Das wiederum aber so enttäuschend klein war, dass man sich das Schwarzpulver auch für Silvester hätte sparen können.

Möglicherweise war es doch ein großartiges Feuerwerk, nur hatte ich mich über den November und Dezember schon an Feuerwerke gewöhnt. Denn was viel mehr gefeiert wird, ist die Empfängnis der Jungfrau Maria, was hier “Purisima” genannt wird. Die ausschließlich in Nicaragua stattfindenden katholischen Festigkeiten finden ihren Höhepunkt am 7 Dezember. Vorher (und auch nachher) werden Lieder gesungen und jeden Abend Unmengen an passenden Liedern gesungen. Interessant zu wissen: Der Verkauf von Feuerwerkskörpern findet im gesamten November und Dezember statt. Vorbildlich. Die Raketen haben keine Zündschnur und werden aus der Hand gestartet. Weniger vorbildlich.

Mein nächster Beitrag handelt von Silvester… Und der wird etwas länger, also putzt schonmal die Lesebrillen!

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