Silvester unter Palmen

Nachdem ich dann aber das Weinachtsfest gut überstanden hatte, ging es wirklich zu den Palmen an die Karibikküste (aus Sicherheitsgründen habe ich keine Kamera mitgenommen…). Früh am Morgen des 27. Dezembers habe ich mich in den Bus nach “El Rama” gesetzt, dem Ort, von dem aus Boote und Busse an verschiedene Orte der Karibikküste fahren. Ich hatte mich schon im Vorfeld für Pearl Lagoon (die Lagune der Perlen) entschieden, in der Hoffnung, dass der Ort nördlich der berühmten “Corn Islands” weniger vom Tourismus überlaufen ist.

Leichte Reise

Nach sieben Stunden und 300 Kilometern komme ich gegen 15:00 in “El Rama” an. Ich muss keine ganze Stunde warten, bis man mir sagt, dass der reguläre Bus um vier Uhr nach Pearl Lagoon nicht mehr kommen wird. Ich mache mich also auf die Suche nach einer günstigen Herberge, die ich nach längerer Zeit finde. Neben dem spottbilligen Preis von umgerechnet 3$ bekomme ich sogar ein kleines Abendessen mit dem Hausherren gratis dazu. Wahrscheinlich bin ich interessant, weil ich der einzige Weiße in einem Jahr bin, der in seinem Hostel vorbeischaut. Zwischen Gallo Pinto (Reis mit Bohnen), Yuca und Eiern erzählt er mir von seiner Zeit als sandinistischer Kämpfer im Contra-Krieg[1], wobei er sich auf die Brust klopft, wo die Flagge der Führungspartei “FSLN”, der sandinistischten Befreiungsfront, glänzt. Die Amerikaner haben viel Schlimmes angestellt im Contra-Krieg, sagt er mir. Aber die Nicaraguaner wollen keinen Krieg mehr. Sie sind jetzt Freunde von der ganzen Welt und haben keine Feinde. Er erzählt mir von seinen Erfolgen und wie er sich seine Herberge aufgebaut hat. Außerdem erzählt er mir von seinen Söhnen, die im ganzen Land verstreut sind. Einer sitzt wegen Kinderpornografie für zwei Jahre in Haft.

Schwere Reise

Am nächsten Morgen mache ich mich um 4:00 Uhr auf den Weg. Ein Fehler, denn der Bus kommt erst um 5:00 Uhr. Halt, ein Bus kommt gar nicht. Vielmehr ist es ein umfunktionierter Viehtransporter. Und ich soll zügig erfahren, warum. Beim Einsteigen mache ich den nächsten Fehler: Ich bin freundlich und lasse andern den Vortritt. Der Viehtransporter ist voll und ich darf erstmal stehen. Schon nach fünf Minuten Fahrt ist der Spass vorbei und die Ruckelpiste beginnt. Alles, was sich im Inneren des Transporters befindet, wird durchgeschüttelt. 15 Minuten später bleiben wir stehen. Eine Schlange von LKWs und Pickups stehen am rechten Strassenrand. Die Leute sind ausgestiegen und stehen im Schlamm neben ihren Autos (ich könnte mir das mit meinen Turnschuhen nicht erlauben; alle Leute haben Stiefel an). Etwa 50 Meter vor uns steckt ein Kühltransporter bis zur Karosserie in einem Dreckloch fest. Von den Hinterreifen ist nichts zu sehen.

Pearl Lagoon

Eine halbe Stunde später ist der Transporter befreit und mit viel Schwung kommt auch unser LKW durch das Loch. Es soll uns noch weitere 8 Stunden und einen Buswechsel kosten, bis wir die Strecke von 70 Kilometern erfolgreich zurückgelegt haben. Das macht einen knackigen Schnitt von knapp 9 Stundenkilometern. In der Lagune der Perlen angekommen mache ich mich auf die Suche nach einer Unterkunft. Meine Hoffnungen, dass der Ort nicht touristisch überlaufen ist, lösen sich erst einmal in Luft auf. Seit dem Aussteigen begleitet mich ein junger Mann (seine geröteten Augen lassen auf erhöhten Drogenkonsum schließen). Ich will seine Hilfe nicht und wimmle ihn nach einer halben Stunde höchst unwillig mit 10 Cordoba ab. Weder er noch ich sind glücklich darüber. Ich entscheide mich schlussendlich für die Herberge Ingrid, die mir einen Preis anbietet, der für mich als weltwärts-Freiwilliger erschwinglich ist. Erschöpft und angenervt vom Wetter (es regnet) gehe ich ins Bett und schlafe bis in den nächsten Morgen.

Mr. Orlando

Am nächsten Morgen mache ich mich auf den Weg zum Hafen. Leider weiß ich an diesem Tag noch nichts mit mir anzufangen; und so schaue ich den Fischern und Passagierbooten beim Laden und Entladen zu. Ich treffe einen Fischer und wir kommen ins Gespräch. Er ist Miskito, heißt Orlando und wohnt in einem Nachbardorf. Er bietet mir an, mir sein Dorf und Umgebung zu zeigen. Preis? Pay-what-you-want: Zahl später, je nachdem, was es dir wert ist. Unterkunft? Inklusive. Essen? Inklusive. Ich erkläre ihm, dass ich nur etwa 50$ dabei habe. Da ihm das egal ist, hole ich meine Sachen aus der Herberge Ingrid und wir gehen zusammen zu Fuß nach Awas, etwa eine halbe Stunde entfernt.

Das Werk der Niederländer

Wir gehen über einen Betonweg, gerade breit genug für ein Auto. Um den Weg herum gibt es nur Moor. An einigen Stellen ist der Weg abgesackt und Wasser tritt auf den Weg, sodass man an einigen Stellen die Schuhe ausziehen muss und bis zu den Schienbeinen im Wasser steht. Die Straße und die Stromversorgung haben die Niederländer gebaut, sagt Orlando. Weil über Ostern viele Leute aus ganz Nicaragua nach Awas kommen, haben die Autos in den vergangenen Jahren den Weg absacken lassen. Später passieren wir einen Fluss, in dem Leute baden und Wäsche waschen. Wir betreten ein mittelgroßes Dorf, direkt an der Lagune. All die Häuser haben die Niederländer nach dem Hurrikan Mitch, der die Gegend 1998 hart getroffen hat, aufgebaut. Auch eine Antidrogenkampagne war Teil des Projekts: Das Ortseingangsschild zeigt eine Marihuanapflanze, ein Rauchen-verboten-Schild und eine Frau mit Mann und Kind. „We say no to drugs“ steht darauf geschrieben. Wir durchqueren das Dorf und gehen am Rand der Lagune (die so groß ist, dass ich die andere Seite nicht sehen kann) nach Awas. Orlando zeigt mir das Eingangstor, das sie noch nicht vollendet haben. Auch der Basketballplatz, den die Niederländer gebaut haben, ist heruntergekommen. Beschämend, sagt Orlando. Sie bräuchten noch einmal eine Hilfe von den Niederländern. Die haben wirklich gute Arbeit geleistet.

Awas

Awas ist ein Miskito-Fischerdorf mit etwa 100 Einwohnern. Das auf Stelzen von Orlando selbst gebaute Haus umfasst drei „Zimmer“: Ein Zimmer, das quasi nur aus einem Bett besteht. Eine Küche, in der ein Feuer brennt. In dem großen Raum wird gegessen und abgespült. Die Tochter von Orlando macht mir Fisch mit Reis und Salat. Dazu reicht man mir Kokusnussbrot (köstlich!). Währenddessen passieren viele Leute das Haus. Es ist wie in einer großen Familie. Wenn jemanden langweilig ist, geht er einfach ins Nachbarhaus und sieht zu, was dort passiert. Und während Orlando den nächsten Tag organisiert, spiele ich mit den Kindern aus dem Dorf Fußball. Sie alle sprechen Miskito, Spanisch und gebrochenes Englisch. Am Abend breite ich meinen Schlafsack vor der Spüle aus (ich werde das Angebot, als einziger in dem Bett von Orlando zu schlafen, ganz gewiss nicht annehmen!) und lege mich schlafen. Orlandos Tochter wird dort mit ihren beiden Söhnen schlafen.

1. Die Farm

In den folgenden drei Tagen machen wir Ausflüge. Zuerst einmal gibt es die Farm, die man nur mit dem Boot erreichen kann. Das Boot ist übrigens eine aus Holz geschnitzte Nussschale, mit einem Segel aus zwei Stöcken und gut 4 Quadratmetern Plastikfolie. Das sieht spannend aus, vor allem aber funktioniert es. In einer Stunde erreichen wir wieder das Ufer. Ich fühle mich wie Christoph*** Kolumbus. Wir legen in einer versteckten Bucht mit weißem Sand an und betreten den Dschungel. Dann müssen wir weitere 20 Minuten gehen, bis wir die „Farm“ erreichen. Die Farm ist mehr eine Ansammlung aus gerodeten Feldern, die ein Laie eher als Dschungel identifiziert hätte. Doch tatsächlich finden sich hier durcheinander gepflanzt alle erdenklichen Pflanzen, über Banane und Ananas bis hin zu Yuca (Wurzelgemüse) und Tomate. Ein Exempel der Multikultur. Wir reißen ein paar Yuca-Pflanzen aus dem Boden und nehmen  die Wurzel mit, die eigentliche Yuca. Die Pflanze stellt er an die nächste Bananenstaude und erklärt mir, dass man nur bei Vollmond einpflanzt. Mit einem Sack voll mit Yuca, Bananen und anderen Sachen kehren wir nach Awas zurück. Der Sack wird im Dorf unter allen aufgeteilt. Es gibt scheinbar, zu mindestens was die Farm betrifft, kein richtiges Eigentum. Vor Ort hat Orlandos Tochter Fischsuppe mit Reis und Kokusnussbrot (köstlich!) zubereitet.

2. Pearl Lagoon

Zu Silvester erkunden wir den größten Ort in der Gegend, Pearl Lagoon. Während man in den umliegenden Dörfern grundsätzlich Miskito spricht, spricht man in Pearl Lagoon Kreol, eine Mischung aus Spanisch und Englisch. Der englische Einfluss kommt aus der Zeit der Kolonialisierung, als die Engländer die Karibikküste besetzt hatten[2]. Orlando erklärt mir stolz (!), dass die Miskito einen König haben, der in England lebt[3]. Gekrönt von den Kolonialherren. Ich verwerfe den vermeintlichen König der Miskito in England als absurd und weniger einflussreich, weswegen ich seinen Namen schnell vergesse. Er soll aber noch heute leben. Dann zeigt Orlando mir die Boote, mit denen Hummer gefangen werden. Damit haben schon viele Leute in Pearl Lagoon Geld verdient. Tatsächlich: Die Häuser hier sind überdurchschnittlich gut gebaut. Ob das das Werk des „weißen Hummers“[4] ist? Orlando will sich ein eigenes Boot kaufen (mit Motor!) und viel Geld mit einer Hummer-Firma verdienen. Er bietet sich mir als vertrauensvoller Investitionspartner für 1000$ an. Ich lehne lachend ab. Weil mir auffällt, dass das Obst, das wie ich einen weiten Importweg hinter sich hat, in Pearl Lagoon unglaublich teuer ist, schlage ich ihm vor, dass Obst und Gemüse seiner Farm zu verkaufen. Das hat er nicht nötig. Die Farm benutzen sie nur für das Essen in den Miskitodörfer.

Später tingeln wir durch verschiedene Hotels (deren Besitzer Orlando allesamt zu kennen scheint) und setzen uns gegen Abend in einigen Bars nieder. Immer wieder machen Freunde von Orlando (versteckte) Anspielungen, ob wir nicht zusammen Drogen konsumieren wollen (die ich bezahle). Auch auf der Straße werde ich gefragt, „ob ich nicht etwas bestimmtes suche“. Nein, danke, ich warte nur auf einen Freund, sage ich. Man wünscht mir schon gegen elf Uhr ein frohes neues Jahr. Ich bin irritiert. Es gibt auch kein Feuerwerk. Den wirklichen Jahreswechsel um Mitternacht scheint man in Pearl Lagoon nicht zu feiern. Wir machen uns auf nach Awas. Orlando und ich gehen schon um 23:30 schlafen.

3. Kahka bila

Das Dorf mit dem meiner Ansicht nach schwedischen Namen liegt auf der gegenüberliegenden Seite der Lagune und man braucht etwa 1,5 Stunden mit Orlandos Nussschale. Nach einer guten Stunde akzentreichen Geplapper („Dat bood is strroong!“ – Das ist ein starkes Boot; „I lof she“ – Ich liebe sie) kommen wir an. Kahka bila hat abgesehen von ein paar schönen Stränden nichts Besonderes. Man will mir Krokodile zeigen (der Eintritt kostet 2$ bzw. 60 Cordoba). Man führt mich hinter das Dorf und in einem kleinen Sumpf erkennt man den Rücken eines etwa einen Meter großen Krokodils. Ich fühle mich veräppelt und gebe dem jungen Mann 20 Córdoba. Jetzt erzählt mir Orlando von seiner Zeit als Contra-Kämpfer.  Weil die Amerikaner seine Eltern gefangen genommen haben, wurde er gezwungen zu kämpfen. Durch die Kämpfe Seite an Seite mit anderen Stämmen und den Amerikanern spricht er jetzt fünf Sprachen: Kreol, Spanisch, Englisch, Miskito und Rama (eine Sprache, die man früher in El Rama sprach und heute so gut wie nirgendwo mehr spricht). Die Rückfahrt nach Awas wird spannend werden. Etwa 10 Minuten nach dem Setzen der Segel löst sich die Halterung des Segels aus dem Boden den Boots. Doch nicht so „strroong (!)“, das Boot, und darüber weiß sich Orlando zu beschweren. Ich erfahre, dass es das Boot seines Onkels ist, was wir fahren. Sein Eigenes ist undicht geworden, und ein neuer Baum allein kostet etwa 100$. Während Orlando steuert, darf ich mich mit meinem Körpergewicht aus dem Boot lehnen, damit das Segel nicht auf die gegenüberliegende Seite ins Wasser fällt. So mitten auf der Lagune wird mir klar: Kentern ist eines der Dinge, die ich heute nicht machen möchte.

Zum Abschied drücke ich ihm, wie ich es ihm vorher schon erklärt hatte, all mein Geld, was mir übrig bleibt, in die Hand. Was sich großzügig anhört, hat sich, nachdem ich ihm eine neue Lampe gekauft habe;  nachdem ich ihm das Handy aufgeladen habe; nachdem ich ihm an Silvesterabend alle Bars ausgegeben habe; auf etwa 30$ reduziert. Ein hundsmiserabler Stundenlohn für eine Vollpension? Orlando wird die eine Hälfte des Geldes behalten, der andere Teil geht in die Dorfkasse, von der das Eingangstor oder der Arzt für die kranke Schullehrerin bezahlt wird. Darauf ist Orlando stolz, er will dem Dorf immer etwas zurückgeben. Und so gibt mir Orlando eine Tüte vollgepackt mit Kokusnussbrot (köstlich!) mit auf den Weg und lässt mich versprechen, wieder vorbeizukommen. Die Tüte wird es nicht bis nach Managua schaffen. Lecker…

Die Rückfahrt

Am nächsten Morgen mache ich mich um 4:00 auf den Weg, um den Bus um 4:30 in Pearl Lagoon zu bekommen. Fatal: Der Bus fährt nicht. Warum? Wegen schlechter Straßenverhältnisse? Wir werden es nie erfahren; vermutlich hatte der Busfahrer einfach keine Lust, an diesem Morgen früh aufzustehen. Zum Glück habe ich etwa 20 Mitstreiter, die auch zurück in die Zivilisation wollen (dahin, wo es einen Supermarkt gibt). So lässt einer der Wartenden seine Kontakte spielen, und um 6:30 taucht tatsächlich jemand auf, der einen Bus besitzt. Als wir alle nach einer Stunde in Kukrahill aussteigen, stellt sich heraus, dass der nächste Bus in zwei Stunden kommt. Wir haben den letzten um zehn Minuten verpasst.

Auch auf der Rückfahrt haben wir mit Matsch und Platzmangel zu kämpfen, aber dieses Mal entschließe ich mich schneller, auf die Plane aufzusteigen und meine Fahrt aus einer erhöhten Position zu genießen. Gegen vier Uhr kommen wir in El Rama an. Ich gehe zum Hafen, wo die Expressbusse fahren. Der Bus um 17 Uhr ist schon voll und man bietet mir die Tickets für den Bus um 19 Uhr an, aber ich entschließe mich, mich zuerst im Supermarkt mit Reisenahrung einzudecken (mein Frühstück hatte ich ausfallen lassen) und dann zum Hafen zurückzukehren. Wieder fatal: Der Bus um 19 Uhr ist zwar noch nicht ausverkauft, aber es gibt mittlerweile keine Sitzplätze mehr. Ich verbringe weitere 300 Kilometer oder fünf Stunden stehend im Bus. Glücklicherweise ist der Bus so voll, dass man selbst nicht stehen muss, sondern automatisch von Anderen gehalten wird. Als ich zu guter Letzt mit dem Taxi heimkomme, ist es 1 Uhr nachts. Ich habe 21 Stunden gebraucht.

Fazit

Du bist jetzt qualifiziert, auf die gute alte Art und Weise nach Pearl Lagoon zu reisen. Denn so lang wie An- und Rückreise nach Pearl Lagoon ist dieser Text und auch da hast du es bis zum Schluss geschafft! Und es lohnt sich: Die Karibikküste Nicaraguas ist ein ganz anderes Land. Das führt dazu, dass viele Leute sich von der Regierung nicht berücksichtigt fühlen. Nicht nur der Drogenverkehr, der aus Kolumbien über Nicaragua in die USA führt, treibt die Regierung und die „Bundesländer“ der Karibikküste (RAAS und RAAN), die schon jetzt autonom handeln dürfen, in der Diskussion über eine Abspaltung in ein eigenes Land auseinander. Noch nie habe ich eine so paradoxe Welt gesehen wie in Awas; wo indigene Völker und die westliche Welt zusammentreffen. Zwischen kommunistischen Wir-Teilen-Alles und kapitalistischen Ich-Will-Das-Was-Die-Haben; zwischen dem „strroong (!)“ Segelboot und einem Motorboot; zwischen kulturellen Konservierung und wirtschaftlichen Fortschritt bildet sich ein Spannungsfeld, das ein Zeichen dafür sein könnte, dass wir bis heute möglicherweise unbemerkt und möglicherweise unbeabsichtigt kolonialisieren und damit mehr Schaden bringen als Fortschritt schaffen.

Ich freue mich über Kommentare!


Zu 1.) Contra-Krieg

Auch als Iran-Contra-Affäre bekannt. Nach der erfolgreichen sandinistischen Revolution gegen die (staatenfreundliche) Somoza Diktatur ist Nicaragua der USA ein Dorn im Auge. Durch illegale Waffenverkäufe an den Iran soll die Regierung unter Ronald Reagan die regierungskritischen Contra nicht nur finanziert, sondern auch ausgebildet haben. Ganz nebenbei lässt er Nicaragua durch ein Wirtschaftembargo, das den Handel zwischen den USA und Nicaragua komplett unterbindet, über 5 Jahre ausbluten.

Zu 2.) + 3.) Kolonialherrschaft der Engländer

Die Engländer haben sich im 17. Jahrhundert unter Protest der Spanier an der Karibikküste niedergelassen. In etwa 200 Jahre schiffen sie Sklaven aus Afrika nach Nicaragua, um sie dort auf Plantagen arbeiten zu lassen. Außerdem ernannten die Engländer für die dort lebenden Miskito einen König (damals hieß er „Oldman“; laut Wikipedia). Mir ist es nicht möglich gewesen, den Namen des heutigen Königs zu recherchieren.

Zu 4.) Weißer Hummer

Umgangssprachliche Bezeichnung für Kokain. Willst du mit mir weißen Hummer fangen gehen?

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